18.01.2004 – Eitensheimer „Krieger und Soldaten“ stehen auf „gesunden Beinen

Eitensheim (wm) Der Krieger- und Soldatenverein Eitensheim steht auf „gesunden Beinen“, so der Kassier Werner Mogl in seinem Kassenbericht bei der Jahreshauptversammlung die traditionell am Dreikönigstag stattfindet. Mit einem Überschuss von 33 Euro endete das abgelaufene Jahr.
Doch zuvor begrüßte der erste Vorstand Hans Kufner die erschienenen Mitglieder in der vollbesetzten Wirtstube des Gasthauses Karmann. Als besondere Gäste konnte Kufner Bürgermeister Stampfer und den Schirmherrn des letzten Gründungsfestes Hans Gressmann begrüßen. Nach dem Totengedenken verlas Schriftführer Hans Beyerle die fälligen Protokolle, bevor Kassier Mogl den höchsten Kassenstand in der 128-jährigen Geschichte des Vereins verkünden konnte.

Danach gab Vorstand Kufner seinen Jahresbericht ab. Er hob dabei das Engagement des Vereins in bezug auf das „Dorfleben“ hervor. So beteiligte man sich an der Aktion „Saubere Landschaft“, war bei der Fronleichnamsprozession vertreten, half bei der Einweihung des Heimatmuseums, folgte der Einladung zum Florians- und zum Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr und wirkte bei der Durchführung des Weihnachtsmarktes mit.
Anfang des Jahres beging der Verein- wie alle Jahre- den Gedenkgottesdienst für verstorbene, gefallene, vermisste und vertriebene Kameraden. Anschließend wurde die Kameradschaftspflege in der Gaststätte Karmann groß geschrieben, so der Vorstand weiter. Das interne Vergleichsschießen unter den Kameraden, durchgeführt im Schützenheim, gewann Werner Mogl. Der große Vereinsausflug musste dieses Jahr auf Grund zu geringer Resonanz leider entfallen. Dagegen konnte der Vorstand vom Wandertag über einen gelungenen Ausflug berichten. Per Bahn fuhren die Mitglieder nach Treuchtlingen um den dortigen Soldatenfriedhof zu besuchen. Anschließend wurde zum „Wettelsheimer Keller“ gewandert, bevor man nach einigen „Kellermärzen“ die Heimreise antrat. Im Herbst war der Verein beim 80-jährigen Gründungsfest des Patenkindes in Hitzhofen vertreten. Die alljährliche Sammlung für den „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“, durchgeführt von diversen Ausschussmitgliedern, erbrachte eine Rekordsumme von 1.513 Euro, so der Vorstand.

Höhepunkt des Jahres war unser Jahrtag, so Kufner. Über 50 Kameraden gaben sich dabei im Schützenheim die „Ehre“. Für langjährige Treue zum Verein konnten folgende Mitglieder auszeichnet werden: Günter Bauer, Karl Höllhumer, Anton Jörg, Günter Katschke, Bernhard Kufner, Norbert Langmeier, Christian Regnat, Werner Trini und Emeram Viemann für 10 Jahre Mitgliedschaft. Weiter dankte der Vorstand Kurt Höpflinger für 25 Jahre, Franz Hauser, Alfred Koob sen. und Gerhard Seeger sen. für 30 Jahre sowie Martin Dachs für 40 Jahre Vereinstreue. Ein großes Lob sprach Kufner danach noch dem „Schützenwirt“ Gerd Seeger jun. für die hervorragende und reichliche Küche beim Jahrtag aus.
Die Vereinsfahne senkte sich dieses Jahr nur einmal über das Grab eines Kameraden, erfreulicher waren da schon die Besuche bei runden Geburtstagen von vier Kameraden und dem Besuch beim Altbürgermeister Funk zu dessen „Siebzigsten“, so der Vorstand. Zum Schluss seines Berichtes musste Kufner leider noch von zwei Vereinsaustritten berichten, wobei einer davon kompensiert werden konnte.

Die Vorschau für 2004 fiel etwas „mager“ aus. Es liegen leider noch keine Einladungen vor, so Kufner, aber ein „Rahmenprogramm“ stehe trotzdem. So wird der Verein wieder ein Hl. Messe, ein internes Schießen und den Jahrtag durchführen.

Unter Punkt „Verschiedenes“ bedankte sich Bürgermeister Stampfer beim Verein und besonders bei Vorstand Kufner für die Mithilfe bei so manchen Dorfveranstaltungen und für die Durchführung der Haussammlung „Deutsche Kriegsgräberfürsorge“. Besonders bedankte sich das Gemeindeoberhaupt bei Vorstand Kufner für dessen Organisation des Volkstrauertages. Dabei vergaß er auch Maria Kronforst nicht, die das ganze Jahr über das Kriegerdenkmal pflegt. Danach stellte Kassier Mogl noch die neu angeschafften Vereinsnadeln vor und bat alle Kameraden um Mitgliederwerbung und um einen Besuch auf der Homepage des Vereins unter www.eitensheim.de, Vereine, Kriegerverein. Zum Schluss der Versammlung wurde noch der Wunsch nach einem zweitägigen Vereinsausflug geäußert. Der Vorstand versprach dies in Angriff zu nehmen.

08.01.2003 – Krieger auf der Suche nach einer neuen Bleibe

Eitensheim (hgk) An sich könnten die Mitglieder des Krieger- und Soldatenvereins Eitensheim zufrieden auf ein gelungenes Jahr zurückblicken – wenn sie nicht derzeit sozusagen ohne Dach über dem Kopf dastehen würden. Die Wirtin des bisherigen Stammlokals hat den Kriegern gekündigt, die nun auf der. Suche nach einer neuen Lösung sind.

In seinem Jahresrückblick erinnerte Vorsitzender Johann Kufner zunächst an den Gedenkgottesdienst für die gefallenenen, vermissten und verstorbenen Kameraden. Die Teilnahme am Fest zum 125 jährigen Bestehen des „Patenkindes“, des Krieger- und Heimatvereins Buxheim, sei ein Höhepunkt im Vereinsjahr gewesen. Dort nahmen die Soldaten zum ersten Mal an der Kriegerwallfahrt der Region Eichstätt teil. Der Vereinsausflug führte die 54 Teilnehmer zur Olympiaschießanlage Hochbrück und weiter zum Tegernsee mit Besuch des Wallbergs. Auf dem Rückweg besuchten die Ausflügler noch einen Soldatenfriedhof in der Nähe Miesbachs. _ Am Jahrtag wurden Adolf Seitz für 40 Jahre, Josef Vollnhals für 30 Jahre sowie Roland Ernst, Josef Ernst und Johann Richter für 25 Jahre Treue zum Verein geehrt. Der Verein zählt zurzeit 158 Mitglieder, führte Kufner weiter aus. Die Kriegsgräbersammlung, durchgeführt von den Vereinsausschussmitgliedern, erbrachte eine Rekordsumme von 1516 Euro.

Dass dem Verein das langjährige Vereinslokal beim „Binderwirt“ zum Ende des abgelaufenen Jahres gekündigt wurde, beschäftigte natürlich alle anwesenden Mitglieder. Anlass sei die Kritik einiger Besucher des Jahrtages an der Bewirtung gewesen. Die Wirtin habe die Kritik nicht akzeptiert und ihrerseits dem Verein gekündigt. Für die Zukunft werden die Vereinsfahnen und die Kleidung im Rathaus untergebracht. Nun muss sich der Ausschuss mit der Frage befassen, ob sich der Verein auf ein neues Vereinsheim festlegt oder ob er innerhalb der ortsansässigen Gaststätten wechseln wird.

Zum Abschluss gab es noch ein paar erfreuliche Aspekte. Seit nunmehr über zehn Jahren pflegt Maria Kronforst das Kriegerdenkmal. Fitr diese Leistung war ihr bereits am Volkstrauertag das Verdienstkreuz in Silber überreicht worden. Für zehnjährige Tätigkeit im Vereinsausschuss wurden Walter Geck, Andreas Langmeier und Klaus Woitas mit dem Ehrenkreuz des Bayerischen Soldatenbundes ausgezeichnet.

Werner Mogl und Johann Kufner, beide bereits Träger des Ehrenkreuzes, erhielten für ihre besonderen Leistungen in der Vorstandschaft als Auszeichnung des Bayerischen Soldatenbundes das Verdienstkreuz 1. Klasse. Schließlich wurde noch der 2. Vorsitzende und zweimalige Festleiter Willi Schneider für sein 15-jähriges Engagement im Vereinsausschuss mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Etliche Ehrungen gab es beim Krieger- und Soldatenverein: Klaus Woitas, Willi Schneider, Johann Kufner, Walter Geck, Andreas Langmeier und Werner Mogl (von links). Foto: Heigl